STRAHL.NeueRäume

Theater ist ein Ort der Gemeinschaft. Doch wie lässt sich dieses Erlebnis in die digitale Welt übertragen? Wie können wir trotz räumlicher Distanz gemeinsame, theatrale Erfahrungen machen? Das ist die Leitfrage, anhand derer sich unsere Projekte bewegen. In drei Projekten probieren wir das Zusammenspiel von digitalen Medien und Theaterpraxis aus.

Aktuell suchen wir eine Premierenklasse für das Projekt Halt finden on- und offline, in dem wir mit den Jungen Tüftler*innen zusammenarbeiten.

Regisseurin Anna Vera Kelle hat im November mit dem Deutschlandfunk Kultur über unser Projekt STRAHL.NeueRäume gesprochen: Statt Theater auf der Bühne nun digitales Forschungslabor.

Einfache Sprache:

Im Theater ist man mit vielen Menschen in einem Raum zusammen.
Im Theater erlebt man alles zusammen.
Wir haben uns eine Frage gestellt:
Kann es sich auch anfühlen wie im Theater, wenn man sich im Internet trifft?
Wir probieren das in zwei Projekten aus.
Das eine Projekt heißt „Ab ins Netz“.
Das andere Projekt heißt „Da geht was!“.
Unten auf dieser Seite kannst du mehr über die Projekte lesen.
Anna Vera Kelle leitet die Projekte.
Sie hat im Radio darüber gesprochen.
Du kannst es dir anhören.
Dazu musst du auf den Link klicken:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/jugendtheater-strahl-statt-theater-auf-der-buehne-nun.2159.de.html?dram:article_id=488338

Informationen

Premierenklasse gesucht 

Halt finden on- und offline
Theater Strahl & Junge Tüftler*innen suchen eine Premierenklasse

Zeitraum: 07.09.-21.09. Anmeldung: bis zum 24.06.2021

Empfohlen für Schüler*innen in der Alterspanne 14 - 18 Jahre. Wir würden gerne mit einer Gruppe von 10-15 Schüler*innen zusammenarbeiten. Größere Gruppen sind nach Absprache möglich. Bitte die Anzahl der Teilnehmenden bei der Bewerbung nennen. Das Angebot ist kostenlos. Bei Interesse und Fragen freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

Die Premierenklasse erhält Einblicke in die Produktion der Inszenierung, setzt sich mit den Themen des Stücks auseinander und lernt das digitale Werkzeug Co-Spaces kennen und anwenden. Ziel ist es, mit den Teilnehmenden in einem Ko-Kreationsprozess die Grundlagen für ein theaterpädagogisches Workshop-Format zu entwickeln, der im Anschluss mit weiteren Besucher*innengruppen durchgeführt werden kann.

Die Workshops:
#1 Tanz | 07.09. | 4 Stunden | in der Schule
Inhaltliche Annäherung an das Stück, indem mit tanz- und theaterpädagogischen Übungen das Bedürfnis nach menschlichem Kontakt erforscht wird. Einblick in die Arbeitsprozesse der Kompanie De Dansers. Gemeinsam werden Probenvideos angeschaut, über das Gesehene reflektiert, Fragen und Wünsche der Jugendlichen gesammelt und an die Produktion zurückgegeben.

#2 Co-Spaces | 08.09. | 6 Stunden | in der Schule
Kennenlernen des digitalen Werkzeugs Co-Spaces und selbstständige Umsetzung kleiner Projekte. Anschließend angeleitete Design Thinking Phase zur Workshopentwicklung.

#3 Probenbesuch | Vormittagstermin 16. oder 17.9. | 2 Stunden | Theater Strahl, Die Weiße Rose
Probenbesuch und Gespräch mit dem Produktionsteam.

#4 Premiere | 21.09 | 17-21 Uhr | Theater Strahl, Die Weiße Rose
Die Teilnehmenden sind Ehrengäste bei der Premiere und stellen dem Publikum die Projektergebnisse vor.

Anmeldung: Joanna Mandalian | 030- 695 06 255 | j.mandalian@theater-strahl.de

Förderung: Fonds Soziokultur aus dem Programm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien „NEUSTART KULTUR“

Ab ins Netzzzz! 

STRAHL NeueRaume Facebook Titelfoto Event AB INS NETZZZ 1200x628px

Ins Theater gehen heißt: Handy aus. Psssscht. Ruhe jetzt! – Oder? Es geht auch anders!
Wir wollen mit euch in unserem neuen Projekt „Ab ins Netzzzz“ das Unvorstellbare probieren: Wie können wir MIT unseren Handys Theater machen? Können wir einen Theaterraum programmieren? Geschichten in sozialen Medien erzählen?

Nachdem die teilnehmenden Jugendlichen aus Berlin, Hamburg und Göttingen das letzte Jahr mit einem theatralen Adventure auf Telegram beendet haben, starten sie ins Neue mit der Suche nach weiteren virtuellen Räumen, in denen sie gemeinsam übers Internet Theater machen können.

Präsentation des Jugendclubs „Ab ins Netzzzz“

Freitag, 12.3.2021 19h (via Zoom)

Im zweiten Projekt unseres Jugendclubs “Ab ins Netzzzz” erproben wir das Zusammenspiel von digitalen Medien und Theaterpraxis anhand eines brisanten (Todes-)Falls. Mithilfe von Videokonferenz und Chatskommunikation kommen die Protagonist*innen zu einem gemeinsamen Event zusammen. Das Publikum sieht was sich ereignet und hat zugleich die Möglichkeit das Geschehen zu beeinflussen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis 11.3.2021 an av.kelle@theater-strahl.de.

MIT: Anna Vera Kelle annaverakelle.de und Leoni Voegelin leonivoegelin.com
INFOS: av.kelle@theater-strahl.de

Ab ins Netzzz - Wege ins digitale Theater wird gefördert von: ASSITEJ Deutschland, Wege ins Theater, Kultur macht stark
Kooperationspartner: Hermann von Helmholtz Schule, Die Weisse Rose, Technologiestiftung Berlin, Kostümkollektiv

Einfache Sprache: Ab ins Netzzzz!

Wenn man ins Theater geht, müssen alle ihr Handy ausschalten.
Bei diesem Projekt braucht man aber ein Handy.
Das Projekt heißt „Ab ins Netz“.
Jugendliche aus Berlin, Hamburg und Göttingen machen bei dem Projekt mit.
Sie wollen zusammen Theater machen.
Sie benutzen dafür das Internet.
Sie probieren aus, ob das klappt.
Sie haben es im letzten Jahr schon einmal ausprobiert.
Dazu haben sie den Messenger „Telegram“ benutzt.
Mit einem Messenger kann man Nachrichten mit anderen Personen austauschen.
Sie probieren es jetzt mit anderen Programmen aus.

Da geht was! Forschungslabor zu digitalem Klassenzimmerstück 

da geht was

Assitej Werkstatt: Digitale (Klassenzimmer-)Stücke // 27.5.2021 11-17h // online

Wie schaffen wir es, dass digitale Formate kein Substitut für das Erlebnis vor Ort sind, sondern ein Theater, dass sich nur so und nicht anders erfahren lässt? Was kann nicht ortsgebundenes, digitales Theater, was lokales Theater nicht kann? Im Rahmen des Forschungslabors „Da geht was!“ am Theater Strahl Berlin wurde ein Prototyp für ein digitales (Klassenzimmer-)Stück entwickelt, der Möglichkeiten theatraler Interaktion mithilfe der virtuellen Plattform „Laptops in Space“ und dem Telegram-Messenger erprobt. Der Entwicklungsprozess und die Funktionsweisen des Prototypen werden im Sinne des open-Source-Gedanken öffentlich dokumentiert. Als Teil der Veröffentlichung und des Teilens von Erfahrungen verstehen wir auch die Assitej-Werkstatt. Nach einem Playtest wollen wir uns in Arbeitsgruppen verschiedenen Aspekten, Möglichkeitsräumen und Herausforderungen des digitalen Theatermachens widmen.

Die Werkstatt findet online statt. Für die Teilnahme an der Werkstatt und dem Playtest wird ein Laptop/Pc (mit Webcam) Kopfhörer und WLAN, sowie die Telegram-App (auf dem Smartphone) benötigt.

Das Angebot richtet sich vorrangig an Assitej Mitglieder. Wir freuen uns Restplätze an Theaterschaffende zu vergeben. Die mögliche Teilnehmendenzahl für die Werkstatt ist auf 20 begrenzt.
Anmeldung über tickets@theater-strahl.de.


Rückblick:

Das Forschungslabor „Da geht was!“ hat im November mit einem Prototyping-Workshop begonnen, bei dem 15 Mitarbeitende von Strahl sowie externe Theaterschaffende gemeinsam recherchiert, Wünsche und Ideen gesammelt und erste Szenen eines digitalen Klassenzimmerstücks skizziert haben.  Entstanden ist ein niedrigschwelliger Prototyp, den wir nach ersten internen Playtests mit zwei Schulklassen im Februar ausprobieren konnten! Der Versuch hat gezeigt, dass es sich lohnt technische Barrieren zu überwinden und Virtuelle Räume sowie Messenger überraschende Möglichkeiten für interaktive theatreale Ereignisse bieten. Wir bleiben dran!

INFOS Anna Vera Kelle av.kelle@theater-strahl.de

Das Projekt wird gefördert vom Senat für Kultur und Europa.

Feedback einer teilnehmenden Schülerin: “Als ich in der space Welt angekommen bin, war ich zuerst ein bisschen überrascht wie komplex das ist und brauchte kurz, um zu begreifen, wie ich mich steuere. Dann hab ich aber viel Spaß dabei gehabt, die verschiedenen Ebenen zu erkunden. Auch fand ich gut, dass man miteinander reden musste, um die Personen die wichtig für die persönliche Story waren zu finden. So hatte ich auch ein bisschen Zeit, um mich in meine Rolle einzufinden. (…) Insgesamt finde ich die Idee mega gut, weil das einfach etwas ganz Neues ist und vor allem jetzt die Gelegenheit gibt, aus dem eher schnöden Alltag auszubrechen und sich in eine andere Realität zu begeben. Ich mache gerne wieder mit.”

Einfache Sprache: Da geht was! Forschungslabor zu digitalem Klassenzimmerstück

Dieses Projekt heißt „Da geht was!“.
Es ist ein Forschungs-Labor.
Forschungs-Labor heißt, dass man eine Idee hat.
Man möchte ausprobieren, ob die Idee funktioniert.
Es soll ein Theater-Stück entstehen.
Es soll ein „digitales Klassenzimmer-Stück“ sein.
Das heißt, die Schüler und Schülerinnen sind in der Schule.
Das Theater-Stück sehen sie über das Internet.
Die Schüler und Schülerinnen können bei dem Theater-Stück mitmachen.
Im November 2020 hat das Projekt angefangen.
Viele Theater-Profis haben mitgemacht.
Sie haben gemeinsam Ideen gesammelt.
Die Ideen wurden mit zwei Schulklassen ausprobiert.
Das Ausprobieren hat gut geklappt.
Mit der Technik ist es manchmal schwierig.
Aber es ist gut, neue Dinge auszuprobieren.
An dem Projekt wird weiter-gearbeitet.

Weitere Informationen zu dem Projekt bekommst du bei Anna Vera Kelle.
Du kannst ihr eine E-Mail schreiben.
Ihre E-Mail-Adresse lautet: av.kelle@theater-strahl.de

Der Senat für Kultur und Europa fördert das Projekt.

An dem Test haben viele Schüler und Schülerinnen teilgenommen.
Eine Schülerin erzählt, wie es ihr gefallen hat:

Am Anfang war es schwierig.
In dem virtuellen Raum kann man verschiedene Dinge tun.
Ich musste erst herausfinden, wie das geht.
Ich habe viel Spaß gehabt, alles auszuprobieren.
Ich habe eine Rolle zugeteilt bekommen, die ich spielen musste.
Am Anfang war das schwierig.
Ich musste mit den anderen reden, um die Aufgaben zu lösen.
Das fand ich gut.
Es ist etwas ganz Neues.
Mir hat die ganze Idee gefallen.
Es ist etwas anderes als der Alltag.
Ich mache gerne wieder mit.

Dokumentation "Da geht was!" 

Da geht was Doku

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Wie schaffen wir es, dass digitale Formate kein Substitut für das Erlebnis vor Ort sind, sondern ein Theater, dass sich nur so und nicht anders erfahren lässt? Was kann nicht ortsgebundenes, digitales Theater, was lokales Theater nicht kann?

Im Forschungslabor “Da geht was!” wurde zwischen November 2020 und Februar 2021 mithilfe der virtuellen Plattform „Laptops in Space“ und dem Telegram-Messenger ein Prototyp für ein digitales (Klassenzimmer-)Stück entwickelt und erprobt. Im Sinne des open-Source Gedanken wurde auf einem Miro-Board bzw. zwei Postern der Entwicklungsprozess und die Funktionsweise des Prototypen umfassend dokumentiert. Die Video-Dokumentation gibt visuelle Einblicke in den Prozess, den Prototypen und die Gedanken dahinter.

“Da geht was!” Dokumentation auf Miro.

“Da geht was!” Dokumentation als Poster “Der Prozess”

“Da geht was!” Dokumentation als Poster “Der Prototyp”

Video Dokumentation:

Das Projekt wird gefördert vom Senat für Kultur und Europa.